DivDAX im Abwärtstrend

Der DivDAX verliert weiter an Wert. Aktuell notiert er unter der 190-Punkte-Marke.

Der Dividendenindex DivDAX befindet sich aktuell in einer Abwärtsbewegung. Zu Beginn des Jahres notierte der DivDAX infolge einer Seitwärtsbewegung bei rund 191 Punkten. Ende Januar 2013 setzte ein leichter Abwärtstrend ein, so dass der Dividendenindex auf knapp unter 190 Punkte fiel. Nach einer weiteren Aufwärtsbewegung, während welcher der Index auf rund 193 Punkte anstieg, fiel der DivDAX Anfang Februar erneut auf circa 188 Punkte. Der Index tendierte an der 188-Punkte-Grenze und erreichte zeitweise erneut rund 190 Punkte. Mitte Februar setzte jedoch ein erneuter Abwärtstrend ein. Aktuell notiert der DivDAX bei 186,58 Punkten.

Der DivDAX ist ein Aktienindex und umfasst die 15 Unternehmen des DAX mit der höchsten Dividendenrendite. Der Dividendenindex liefert Kapitalanlegern einen Vergleichsmaßstab für die Wertentwicklung von Unternehmen mit hohen Dividendenrenditen. Die Deutsche Börse setzt den DivDAX zeitgleich mit dem DAX jedes Jahr im September neu zusammen. Vierteljährlich wird die Gewichtung der Unternehmen im DivDAX neu angepasst.

Talanx IPO

Der Versicherungskonzern Talanx AG hat den Börsengang (IPO) überraschend für den 2. Oktober 2012 angekündigt, nachdem dieser vorherige Woche unerwartet abgesagt worden war. Am Donnerstag gab der drittgrößte deutsche Versicherer ein Angebot von 26,01 Millionen Aktien zum Preis von 17,30 bis 20,30 Euro bekannt. Die Mehrzuteilungsoption solle 2,89 Millionen Aktien betragen.

Damit verspricht sich Talanx einen Bruttoerlös von rund 500 Millionen Euro. Der Börsengang war zuvor mit der Begründung, der von Investoren geforderte Abschlag auf den Unternehmenswert sei inakzeptabel, abgesagt worden.

Lotto24 AG geht an die Börse

Die Tochtergesellschaft der Tipp 24 SE wurde am Morgen erstmals im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Der Anfangskurs beträgt 3,00 Euro je Aktie.

Der Börsengang der Lotto24 AG ist der erste Börsengang eines deutschen Unternehmens im Prime Standard diesen Jahres. Mit einem Brutto-Emissionsvolumen von ca. 15 Mio. Euro ist der Börsengang der Lotto24 AG außerdem der einzige deutsche Börsengang im Jahre 2012, bei dem das komplette Angebotsvolumen platziert wurde.
Der Kurs lag am ersten Handelstag rund 20 Prozent über dem Angebotspreis von 2,50 EUR je Aktie, zu dem die Aktionäre der Tipp24 SE zuvor eine Kapitalerhöhung der Lotto24 AG gezeichnet hatten.
Die Lotto24 AG wurde im Rahmen eines Spin-Off von der Tipp24 SE getrennt und als eigenständige Gesellschaft an der Börse aufgenommen. Der Schwerpunkt der Aktiengesellschaft liegt in der Vermittlung staatlicher Lotterien in Deutschland. Die deutsche Lotto-Tochter der Tipp24 SE wurde im Jahr 2010 von der Tipp24 SE zum Zweck der Wiederaufnahme der staatlichen Lotterievermittlung in Deutschland gegründet und befasste sich bis zum Februar 2012 mit der Vorbereitung des Markteintritts. Im Februar startete die Online-Vermittlung staatlicher Lotterien in Deutschland auf www.lotto24.de.
Derzeit konzentriert sich die Lotto24 AG auf die Vermittlung der Teilnahme an staatlich lizenzierten Lotterien wie Spiel 77, Super6, EuroJackpot und Glücksspirale.

Nach Griechenland-Wahl: Dreierkoalition mit der Demokratischen Linke möglich

Die Demokratische Linke steht zu einer Dreierkoalition bereit. Dies wurde am Dienstag bekannt.

Die gemäßigte Demokratische Linke, Dimar, erklärte sich grundsätzlich dazu bereit, Teil einer Koalition in Griechenland zu sein. Das Dreierbündnis, das voraussichtlich aus Konservativen, Sozialisten und der Demokratischen Linke besteht, will einen Aufschub der vereinbarten Sparauflagen um mindestens zwei Jahre beantragen, wie die Nachrichtenagentur dpa meldete. Die Sozialisten fordern dies bereits seit mehreren Wochen. Alle drei Parteien der Koalition setzen sich für den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone ein. Im Parlament hat die Koalition eine bequeme Mehrheit von 179 von 300 Abgeordneten.
Am Montag, einen Tag nach der Parlamentswahl, hatte der Konservative Antonis Samaras von Präsident Karalos Papoulias den Auftrag zur Regierungsbildung erhalten. Gemäß der Verfassung hat der Präsident drei Tage Zeit, die Sondierungsgespräche zu führen.
An den Finanzmärkten war am Montag nur eine kurze Erleichterung spürbar. Der Deutsche Aktienindex (Dax) legte nur gering zu. Der Eurokurs gab hingegen etwas nach. In Expertenkreisen wird vielfach die Ansicht vertreten, dass das Wahlergebnis den Euro-Austritt der Griechen nur verzögert, jedoch nicht verhindert. Es wird befürchtet, dass die europäischen Regierungen nach der Griechenland-Wahl die Schuldenkrise nicht mehr in ihrer Dringlichkeit wahrnehmen. Die Hoffnung wird nun auf den nächsten EU-Gipfel am 28./29. Juni gesetzt.